Heute berichte ich Euch über ein echtes Langzeitprojekt. Bereits im Januar 2018 entstand der erste grobe Plan zu einem Adventskalender aus kleinen Baby-Söckchen. Die erste Version war relativ banal 24 Baby-Söckchen, lange Leine, Wäscheklammern … irgendwie noch Nummern dran „dübeln“ … fertig.

Bei diesem Plan war die Hauptarbeit das Stricken der 24 Söckchen und solange die nicht fertig sind, brauchte ich über den Rest ja auch noch nicht nachzudenken. Über das Jahr verteilt habe ich immer mal wieder ein Mini-Söckchen gestrickt. Hierbei habe ich mich anfangs an ein ziemlich simples „Baby-Socken-Rezept“ gehalten, das ich irgendwann mal aus dem Internet gefischt hatte. 28 Maschen, Käppchen-Ferse, Bandspitze für jemanden der Erfahrung im Sockenstricken hat nichts wirklich Aufregendes. Positiver Nebeneffekt, ich konnte einiges an Wollresten verwerten. Nach den ersten 4 Socken wurde es mir aber ein bisschen eintönig, immer wieder das gleiche Rezept nur mit unterschiedlichen Garnen abzuarbeiten. Also habe ich angefangen, Sockenmodelle, die ich bereits als große Socke gearbeitet hatte, als Miniatur nachzuarbeiten und auch ein paar Ideen, die ich mir nicht so richtig vorstellen konnte, mal in klein auszuprobieren.

Das Jahr schritt voran, der August war vorbei und ich hatte gerade einmal 8 Socken fertig … kurzfristig hatte ich den Plan aufgegeben … dann aber ausgerechnet, dass ich bei 2 Tagen pro Söckchen (meisten reicht mir ein Abend für ein Söckchen, aber bei komplexen Mustern eben auch mal etwas mehr) theoretisch in 32 Tagen fertig sein könnte, es also durchaus noch zu schaffen war.

Am 11.11.2018 hatte ich dann tatsächlich 24 Söckchen fertig. Womit ich nun bei der Frage der restlichen Konstruktion angekommen war.

Wenn man die 24 Söckchen so nebeneinander liegen sieht, wird schnell klar, dass das doch eine recht lange Leine würde und man muss ja auch nachdenken wo der Adventskalender nachher hängen soll.

Ich hatte schon ein Set mit kleinen Wäscheklammern und schönen Nummernschildchen an Land gezogen. War mir aber plötzlich nicht sicher ob die Klämmerchen, denn überhaupt das Gewicht mit dem Söckchen und einer Süßigkeit halten würden. Es musste definitiv ein alternativer Plan her …

Am besten wäre ein Konstrukt, welches man an einen bereits vorhandenen Bilderhaken hängen könnte. Ja, das wäre gut! Ein Bild abhängen, Adventskalender dran hängen und nach Weihnachten dann wieder das Bild aufhängen. Keine neuen Löcher in der Wand, keine abenteuerlich improvisierten Ständer oder der gleichen.

Bilderhaken …. Bilderrahmen… da habe ich doch vor einer Weile was bei Pinterest gesehen. War ein Schlüsselbrett, das aus einem alten Bilderrahmen gebaut wurde … ein neuer Plan entsteht.

Mit dieser wabernden Idee im Kopf bin ich dann in einer Mittagspause schnell mal rüber zum Baumarkt … irgendeinen Bilderrahmen … wahrscheinlich hätte ich auch noch irgendwo zu Hause einen alten Rahmen in einer Ecke gefunden, war mir aber zu kompliziert, Neukaufen geht schneller … Haken, was nehme ich denn jetzt für Haken … da gibt es doch diese Dinger zum an die Wand kleben für Küche oder Bad … oh wie putzig, die gibt es ja sogar in klein … den Rest suche ich mir zu Hause zusammen. Das geht, da ich immer wieder mal schwach werde, wenn ich schönes Bastelpapier o. ä. irgendwo im Angebot liegen sehe. Ich kaufe das Zeug nie für ein konkretes Projekt, sondern immer für genau solche spontanen Creativflashs, weil man das, was ich gerade im Kopf habe, meistens nicht mal eben schnell kaufen kann … und warten bis die Online-Bestellung geliefert wird, macht die Idee kaputt.

Tonpapier, Klebefolie, Weihnachtspostkarten, Geschenkanhänger, Aufkleber … alles was im weitesten Sinne irgendwie nach Weihnachten aussieht, wird zusammengetragen.

Jetzt kann der Bastelspaß los gehen.

Zuerst wird eine Grundlage/eine Rückwand in Größe des Bilderrahmen benötigt. Da ich nur DINA4 Tonpapier habe, werden hier zwei Bögen zusammengeklebt. Damit es auch schön stabil ist, verstärke ich die komplette Rückseite mit dicken Klebestreifen. Noch ein hübscher Metallic-Klebefolien-Rand drum herum und über die Schnittkante drüber. Mit dem Rand, habe ich gleichzeitig die Grundfläche noch ein bisschen vergrößert und die Seitenkanten verstärkt.

Nun werden nach und nach verschiedene Deko-Elemente aufgeklebt. Das ganze erfolgt planlos und rein aus dem Bauch heraus. Ziel ist es einen bunten Pinnwandeffekt zu erreichen. Aus Glitzerfolie werden ein paar Sterne ausgeschnitten. Halbmond, Tannenbaum … ein bisschen Glitzerkonfetti aus Folienresten.

Dann werden die Haken aufgeklebt und das ganze in den Rahmen gepackt. Damit die Spannung stimmt und das Bild nicht aus dem Rahmen rutscht, kommen sowohl die Glasscheibe als auch die Rückwand hinter den Adventskalender in den Rahmen. Das Passepartout wird für später verwahrt.

Das ganze sieht aber irgendwie noch unfertig aus. Ich schaffe weitere Aufkleber heran, entdecke zufällig in einem Landen 3D-Weihnachtsaufkleber, finde noch verschieden farbigen Glitzerkleber. Es geht in die zweite Deko-Runde. Anschließend bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Da ich die Socken nicht so an die Haken hängen möchte, bekommt jede Socke noch einen kleinen Aufhänger. Dazu verwende ich einfach die bunte Kordel, die ursprünglich die Leine werden sollte.

Fast geschafft. Jetzt noch in jede Socke etwas leckeres hin, Nummernklammer dran und an einen Haken gehängt. In einem unbeobachteten Moment Ein Bild mit dem Adventskalender austauschen und … Fertig!

 

Der 1. Dezember darf kommen. Ich bin bereit.

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